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Nachrichten:
14.01.2009
Windturbine für Einsatz in Städten entwickelt
Schlauchartiges Konzept ermöglicht platzsparende
Energiegewinnung
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| Neues
Windenergiekonzept eignet sich für den Einsatz in Städten (Grafik: Shridhar
Condoor) |
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St. Louis, Missuri (pte) - Der
US-Techniker Shridhar Condoor hat ein neuartiges Windrad-Konzept entwickelt, das
es ermöglicht, diese Form der Energiegewinnung auch in städtischen Räumen zu
nutzen. Das neue Design lässt sich selbst dann umsetzen, wenn wenig Platz für
die Aufstellung zur Verfügung steht. Bei der Entwicklung handelt es sich um eine
zylinderförmige Apparatur, die im Inneren hohl ist. Diese schlauchförmige
Konstruktion erlaubt es, dass die Windturbine prinzipiell an allen Objekten
montiert werden kann, deren Durchmesser jenen der Turbine nicht überschreitet,
berichtet das Wissenschaftsmagazin NewScientist. Das könnte beispielsweise ein
Rauchfang, ein Mobilfunkmast, eine Rohrleitung oder ein Baumstamm sein.
Vor allem im urbanen Gebiet gestaltet sich die Aufstellung von
klassischen Windrädern schwierig. Als problematisch erweist sich zumeist der
große Platzbedarf, der für derartige Anlagen nötig ist, da sich die Rotoren je
nach aktueller Windrichtung ausrichten müssen. Eine Alternative ist der Einsatz
von Rotoren mit Vertikal-Flügeln, wie sie beispielsweise vom schwedischen
Unternehmen Vertical Wind hergestellt werden. Für diese Anlagen ist die
Windrichtung zwar unerheblich, allerdings brauchen sie ebenfalls genügend Platz
für die Rotation. Verbaut sollen diese vertikalen Windgeneratoren bei
Mobilfunkmasten werden, um den Strom für den Betrieb zu liefern. Aktuell
experimentiert Ericsson mit diesem Konzept
Condoors
Entwicklung hingegen muss zur Energiegewinnung nicht extra ausgerichtet werden,
denn durch eine spezielle Anordnung von Windfängern auf der Außenseite der
Turbine kann die für den Antrieb benötigte Luftströmung praktisch aus jeder
Richtung kommen. Darüber hinaus ist es bei dem nun patentierten Konzept
unerheblich, ob die Anlage horizontal oder vertikal installiert wird, so der
Entwickler. Des weiteren produziert das System sowohl bei starkem als auch bei
schwachem Wind Energie durch die Umwandlung der Rotationsbewegung in einem mit
der Turbine verbundenen Generator. Laut Patentantrag kann das System jedoch
nicht nur mit Luft, sondern auch mit Strömungen von Flüssigkeiten angetrieben
werden.
Condoor geht davon aus, dass seine Windturbine unter anderem in
Industriegebieten zum Einsatz kommt und dort Strom produziert, der sogleich vor
Ort verbraucht wird. Wie lange es allerdings noch dauern wird, bis das neuartige
Windenergiekonzept kommerziell umgesetzt wird, ist derzeit noch nicht
abzuschätzen. Da das Patent gerade einmal einen Monat alt ist, steht die
Entwicklung von funktionierenden Prototypen noch relativ am Anfang.
Quelle: pressetext.de
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